Wenn klassische Gesprächsformate nicht mehr weiterführen
Wenn klassische Gesprächsformate nicht mehr weiterführen – wenn das Team die gleichen Sätze zum hundertsten Mal wiederholt – dann braucht es etwas anderes.
Die Grenzen des Gewohnten
Retrospektiven, Workshops, 1:1-Gespräche – all das hat seine Berechtigung. Aber es gibt Situationen, in denen etablierte Methoden an ihre Grenzen stoßen. Wenn Teams in eingefahrenen Mustern feststecken, reichen oft keine neuen Fragen mehr aus.
Der kreative Zugang
Kreative Methoden – vom narrativen Schreiben bis zu bildhaften Aufstellungen – arbeiten auf einer anderen Ebene. Sie umgehen die gewohnten Denkpfade und öffnen Räume für neue Perspektiven.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Team steckte seit Monaten in einem Konflikt fest. Alle Gesprächsversuche endeten in Schuldzuweisungen. In einer kreativen Einheit bat ich die Beteiligten, die Situation aus der Perspektive eines unbeteiligten Beobachters zu beschreiben – als kurze Geschichte.
Das Ergebnis: Plötzlich konnten Teammitglieder Dinge formulieren, die sie in direkter Ansprache nie gesagt hätten. Die Distanz der Geschichte gab ihnen die Sicherheit, ehrlich zu sein.
Warum das funktioniert
Kreative Methoden schaffen eine sichere Distanz. Sie ermöglichen es, schwierige Themen indirekt anzusprechen. Und sie aktivieren andere Denkzentren als die reine Problemanalyse.
Für wen ist das geeignet?
Für Teams, die:
- In wiederkehrenden Konflikten feststecken
- Neue Impulse für die Zusammenarbeit brauchen
- Bereit sind, ungewohnte Wege zu gehen
- Über den Tellerrand hinausdenken wollen